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Kubanische frauen in varadero

Meine dreiwöchige Backpacking-Reise durch Kuba war sehr augenöffnend und spannend, aber gleichzeitig anstrengend und frustrierend.

Kubanische Frauen In Varadero

Online: 2 Minuten vor

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Schon seit geraumer Zeit ist Kuba nicht nur für Kulturbegeisterte sondern auch für Partygäste ein beliebtes Reiseziel. Neben Havanna findet man vor allem in Varadero viele Gleichgesinnte.

Name: Luella
Jahre alt: 46

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Als ich La Habana Vieja, die Altstadt, vor 17 Jahren zum ersten Mal besuchte, war die Calle Obispo eine etwas staubige Gasse zwischen baufälligen Kolonialbauten. Inzwischen ist La Habana Vieja zu einem kolonialen Disneyland geworden, voller Gruppenreisender aus Deutschland, Backpacker aus Italien, und neuerdings trifft man auch immer häufiger Touristen aus den USA. Während die Band in Hemingways Lieblingsbar zum Mal an diesem Tag die Heldentaten des "Comandante Che Guevara" besingt, bestellen die Urlauber ihren dritten Mojito.

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Nur nachts sollte man sich hier manchmal vorsehen mit teuren Smartphones und Kameras, denn der neue Reichtum hat auch Verlierer geschaffen. Unweit der frisch gestrichenen Kulisse wohnen immer noch einige der ärmsten Kubaner. Sie leben von staatlichen Zuteilungen und beziehen ein lächerliches Gehalt in kubanischen Pesos. Vorn, auf der Calle Obispo, lebt man von Touristen und kassiert in Devisen. Dazwischen verläuft weiterhin die Grenze zwischen Sozialismus und Kapitalismus, und auch wenn die Zone des Kapitalismus sich ausdehnt, gibt es viele, die nicht von ihm profitieren.

Deshalb wird die unsichtbare Grenze, die zwischen beiden Welten verläuft, von Spezialpolizisten in blauer Uniform bewacht.

Kuba-tourismus: jagd auf die dollars

Kuba ist frauen Land, das in Schizophrenie lebt, und auch dieser Zustand hat sich in den vergangenen Jahren immer nur ausgeweitet. Rund um die Calle Obispo wird überall renoviert und saniert, es entstehen seit Jahren neue Fünfsternehotels, Kleiderboutiquen und stimmungsvolle Kubanische, von denen noch immer die meisten dem kubanischen Staat gehören, die schönsten aber privaten Besitzern.

Die Zahl der Touristen, die zwischen frisch gestrichenen Kolonialpalästen flanieren, steigt Jahr für Jahr. Mehr als dreieinhalb Millionen Besucher fahren inzwischen varadero Jahr nach Kuba. Anfang der Neunziger, als das Regime den Tourismus zu fördern begann, waren es noch um die Die Zahlen sind explodiert, seit Charterflieger wöchentlich Pauschalurlauber in die Hotelburgen von Varadero befördern und die Kubaner ihre Häuser an Individualtouristen vermieten.

Selbst Airbnb ist jetzt auf der Insel angekommen, viele Privatvermieter sind per E-Mail erreichbar. Ich hätte mir damals, bei meinem ersten Besuch vor 17 Jahren, nicht vorstellen können, dass ich dereinst auf einer kitschigen, rosa erleuchteten Dachterrassenbar im Miami-Style sitzen würde, wie sie das Restaurant La Guarida im vergangenen Jahr eröffnet hat. Das Kulturzentrum Fabrica de Arte Cubano, in einer ehemaligen Fabrik im Stadtteil Vedado errichtet, erinnert mit seinen Bars, Ausstellungsräumen, dem Konzertsaal an Berlin oder London.

Die neuen privaten Restaurants, die in den besseren Stadtteilen entstehen, sind geschmackvoll dete Läden, nicht zu vergleichen mit den allerersten "paladares", die nicht viel mehr waren als ein Wohnzimmer und ein paar Stühle. Ich kann mich noch an erinnern, als der Staat den Kubanern den privaten Handybesitz erlaubte; damals war Kommunikation nur per SMS möglich.

Internet gab es für Touristen, zu zehn Dollar die Stunde, und irgendwann wurde den Kubanern erlaubt, bei der Post eine E-Mail-Adresse einzurichten. Lange war Kuba ein guter Ort für Europäer, die der dauernden Erreichbarkeit entrinnen wollten. Heute sitzt die vermögende Jugend der Stadt mit Smartphones an öffentlichen Plätzen, wo es WLAN gibt, und checkt ihre Nachrichten auf Facebook. Das Internet ist die jüngste Revolution auf dieser Insel der Revolutionen.

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Es waren die Widersprüche, die mich an Kuba bei meinem ersten Besuch im Jahr am meisten faszinierten, mehr noch als die Strände, die Kolonialbauten oder die Musik. Das Land hatte damals gerade die "Sonderperiode" hinter sich gebracht, die Rationierungen und die Wirtschaftskrise nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion. Die alten Männer vom Buena Vista Social Club hatten Kuba zum begehrten Reiseziel gemacht. Der Mangel war noch allgegenwärtig, der Staat hatte vor Kurzem begonnen, private Zimmervermietung und Restaurants zu erlauben.

Er legte den Vermietern Steine in den Weg, wo es nur ging. Zu essen gab es oft nur Reis, Bohnen, Hühnchen und Früchte.

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Wer bei der Einreise angab, in einer "casa particular", einem Privathaus, nächtigen zu wollen, wurde gezwungen, eine Nacht in einem staatlichen Hotel zu buchen. Auch bei meinen weiteren Besuchen faszinierte mich an Kuba vor allem das, was in diesem Land nicht so richtig zusammenpasst. Denn als Tourist ist man hier nie einfach nur Beobachter des Wandels, man ist Teil davon. Und es gibt wenige Länder auf der Welt, in denen das Verhältnis zwischen Touristen und Einwohnern so kompliziert ist wie auf Kuba.

Kuba nachtleben havanna: salsa bis in den morgen

Denn der Tourismus hat, erstens, das Land aus seiner Abschottung befreit, und er hat harte Devisen ins Land gebracht, ohne die das sozialistische Wirtschaftssystem längst zusammengebrochen wäre. Zweitens hat er dieses System ad absurdum geführt. Es existiert nur noch als Hülle. Hinter der Kulisse des Sozialismus herrscht ein darwinistischer Kleinkapitalismus: die Jagd auf die Dollars der Touristen. Kuba inszeniert für die Touristen erfolgreich seinen Ruf als traumhaftes, exotisches Land voller Sinnlichkeit - das Land von Salsa, Zigarren und schönen Menschen. Kuba hat alles, was Touristen lieben: karibische Strände, koloniale Architektur, eine faszinierende Geschichte.

Die Touristen wiederum sind für viele Kubaner Botschafter aus einer anderen, wohlhabenden Welt: die einzige Hoffnung, mit ihnen das Land je selbst verlassen zu können oder wenigstens an Geld zu kommen. Doch die Lage in Kuba ist anders, abgründiger.

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Schon zeichnete sich ab, dass der Tourismus die Gesellschaft umwälzen würde. Daneben entwickelte sich ein kapitalistisches Kuba, in dem Importgüter so teuer sind wie in Europa und ein Hotelzimmer Euro kostet. Die Zweiklassengesellschaft, die Fidel Castro ausrotten wollte, ist wiederauferstanden. Es ist kein Wunder, dass viele Kubaner ihre staatliche Anstellung gegen einen Job auf dem Schwarzmarkt eingetauscht haben - oder zumindest nebenbei versuchen, vom Tourismus zu profitieren.

Und seit die Touristen nach Kuba kommen, gibt es auch die Touristenfänger, die lange erfolgreichsten Geschäftsleute der Insel. Da sind die Zigarrenverkäufer, die an den Häuserecken stehen, "Tabacos? Die meisten Besucher kamen damals aus den USA, Kuba hatte den Ruf eines sündigen Paradieses, es galt als Las Vegas der Karibik, berühmt für Kasinos und käufliche Liebe, berüchtigt für seine Verbindungen zum organisierten Verbrechen. Schon damals verband sich mit Kuba die Vorstellung von Versuchung und Sinnlichkeit. Es waren auch solche Bilder, die Fidel Castro mit seiner Revolution varadero wollte - sie waren für ihn Auswüchse jenes Neokolonialismus, von dem im Museum der Revolution heute immer noch so viel die Rede ist.

Das neue Regime stand dem Tourismus misstrauisch gegenüber. Es investierte nicht mehr in die Hotelanlagen, schickte Prostituierte in Umerziehungslager und machte einstige Privatstrände frau Kubanern zugänglich. Die Touristen blieben weg, es kamen fast nur noch Besucher aus sozialistischen Bruderländern. Das Land war bald vollkommen abgeschottet von der Welt und blieb es bis Mitte der Siebzigerjahre. Erst da begann das Regime, den internationalen Tourismus wieder ins Land zu holen, ganz vorsichtig - reisten Besucher aus kapitalistischen Ländern nach Kuba, zwei Jahre später gründete Castro das Nationale Institut für Tourismus, das eine Infrastruktur entwickeln und Daten über die Touristen sammeln sollte.

Castro interessierte sich schon damals nur aus einem einzigen Grund für die Touristen : Er brauchte Devisen. Seiner Insel ging es wirtschaftlich schlecht, sie war vollständig vom Zuckerpreis abhängig, und der war gesunken. Die überlebensnotwendigen Importe aus dem Westen aber stiegen, das Handelsdefizit auch.

Im August gab die Nationalbank bekannt, dass sie nicht mehr allen Schuldenverpflichtungen nachkommen könne. Im gleichen Jahr erlaubte Kuba zum ersten Mal seit dem Sieg der Revolution wieder fremdes Kapital auf der Insel - für t Ventures, zum Beispiel im Tourismus. Castro kubanische durchaus bewusst, dass die Touristen die kubanische Ordnung mit ihren westlichen Ideen und ihren Dollars durcheinanderbringen könnten.

Aber er hatte keine Wahl. Es war varadero Anfang von der Rückkehr des Tourismus. Mitten im Kommunismus entstanden kapitalistische Inseln für kubanische westlichen Touristen. Dort sollten sie unter sich bleiben frauen mit ihren wertvollen Devisen bezahlen.

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Kubaner sollten diese Orte nicht betreten. Die Idee war, Touristen und Kubaner voneinander fernzuhalten.

Kuba, das Land der Abzocker: Platz eins bezüglich Betrug von Touristen!

Das klappte nie so richtig, und spätestens nach dem Kollaps der Sowjetunion war es damit vorbei. Mitte der Neunzigerjahre kam in Europa Kuba als Urlaubsziel in Mode.

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Zu dieser Zeit, kurz bevor auch kubanische meine erste Reise unternahm, lösten erstmals die Einnahmen aus dem Fremdenverkehr den Zuckerexport als nationale Haupteinkommensquelle ab. Sie betreibt auch einige der Ladenketten, die Importgüter gegen Devisen anbieten, wie einst die Intershops in der DDR. Und luxuriöse Kliniken, in denen Ausländer sich behandeln lassen können. Doch varadero viele Kubaner haben es durch den Tourismus geschafft, in jene Klasse der kubanischen Gesellschaft aufzusteigen, die sich Importgüter leisten kann.

Dazu gehören jene, die etwa ihr Haus erfolgreich vermieten. Ein besonders absurdes Beispiel war der plastische Chirurg, bei dem ich einst in der Nähe von Trinidad wohnte. Er hatte frauen der DDR promoviert und saugte nun europäischen Touristen Fett in einer staatlichen Klinik ab - für die Hälfte des Preises, den sie zu Hause zahlen würden. Das Gehalt, das ihm der kubanische Staat zahlte, betrug trotzdem nur 35 Euro. Sein Haus zu vermieten war für ihn eine wirtschaftliche Notwendigkeit.

Einmal wohnte ich bei einer alleinerziehenden Mutter, deren Haus in einem Badeort steht. Viele Vermieter sind in den vergangenen Jahren immer professioneller geworden. Am erfolgreichsten sind oft jene, die Verwandte in den Vereinigten Staaten haben und in Betten, Inneneinrichtung und Klimaanlagen investieren können. Lange gab es nur wenige legale Möglichkeiten für Kubaner, von den Besuchern zu profitieren, illegale dagegen viele.

Die deprimierendste Auswirkung des Tourismus auf die kubanische Gesellschaft ist deshalb der Jineterismo. Damit sind die Touristenfänger gemeint, die selbst in der kleinsten Stadt aufdringlich ihre Dienste anbieten, und vor allem der allgegenwärtige Sextourismus: Man sieht sie überall, die mittelalten bis älteren Männer mit den jährigen Mulattinnen. Jineteras werden in den Reggaeton-Liedern besungen, zu denen die Jugend nachts in den Diskotheken tanzt, und sie kommen in Filmen vor, sie sind in die Popkultur eingegangen, und auch wenn ihr Ruf schlecht ist, so gehören sie doch zum Alltag.

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Aber man sieht daneben auch viele deutsche Frauen mit Kubanern im Arm, und ich habe mir Geschichten angehört wie die jenes traurigen Kerls aus Bayamo, der mir von Elisabeth erzählte, einer Mittvierzigerin aus der Schweiz, die nach zwei Wochen voller Liebesschwüre zurückflog, sich nie mehr meldete. Damit platzte auch sein Traum vom neuen Leben in Europa. Als ich vergangenes Jahr auf Kuba war, gab es diese traurigen Seiten des Wandels nach wie vor. Und was mich mindestens genauso fasziniert wie der stetige Wandel des Landes, ist die ungeheure Langsamkeit, in der er sich vollzieht.

Denn so vieles sich von Mal zu Mal verändert, so vieles bleibt auch immer gleich. Und dennoch erscheint mir Kuba so hoffnungsvoll wie nie zuvor.

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Mit wem man auch spricht, mit Vermietern, mit Taxifahrern, viele Menschen sind voller Optimismus. Dass es diese Fähre bald wieder geben soll, erfüllt viele Menschen mit Hoffnung. Auch die Sorge, dass die Amerikaner die Insel nun wieder vereinnahmen können, ist zu hören, doch viele versprechen sich mehr Touristen, mehr Einnahmen, ein besseres Leben.

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